LLID-Prinzipien

Low carb, slow carb oder low fat?

„Leichter leben“ kombiniert in geschickter Weise die Prinzipien und Vorteile von Low carb, slow carb und low fat miteinander. Was aber versteht man genau unter diesen drei Begriffen? Und wieso basiert das Konzept von „Leichter leben“ genau auf diesen drei Diätformen?

Bei den üblichen Diäten mit einer deutlich eingeschränkten Nährstoffzufuhr schaltet der Stoffwechsel nach ein paar Tagen in sein genetisch fixiertes Notprogramm, auf Sparflamme. Der Stoffwechsel des Menschen ist auch heute noch immer auf Steinzeit programmiert, d.h. wichtigste Aufgabe war es Zeiten mit Nahrungsknappheit zu überleben und bei einem Nahrungsangebot entsprechende Reserven anzulegen. Hohe Speicherkapazitäten waren also von Vorteil und sicherten das Überleben.

Bis heute hat sich unser Stoffwechsel aber noch nicht an den Überfluss und die dauernde Verfügbarkeit von Nahrung angepasst. Diäten die auf einer deutlich eingeschränkten Nährstoffzufuhr beruhen, bringen unseren Körper also durch ein Absenken des Kalorienverbrauchs dazu, in einem Energiesparprogramm zu laufen und die lebensnotwendigen Fettreserven so lange wie möglich zu schützen.

Der Abnehmwillige sieht diesen Effekt auf der Waage: die Pfunde purzeln deutlich langsamer, das Abnehmen kommt zum erliegen und das böse Erwachen kommt nach der Diät: der Jo-Jo-Effekt! Der Körper legt bei normaler Nahrungsaufnahme nach einer solchen Diät deutlich mehr Fettpolster an als vorher, schließlich weiß er ja nicht wann die nächste Hungerperiode bevorsteht.

Fachleute sind sich daher einig, dass Abnehmen nur mit vollem Magen und einer mäßigen Kalorienreduktion funktionieren kann.

Low carb:

Anhänger dieser Neuauflage der Ernährungsempfehlungen nach Dr. Atkins verbannen die Kohlenhydrate weitgehen aus dem Essen, denn sie seien die wahren Dickmacher.

Slow carb:

Bei dieser Diätform werden die Kohlenhydrate nach dem glykämischen Index GLYX oder der glykämischen Last eingeteilt und damit die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel bewertet. Kohlenhydrate sind nicht grundsätzlich verboten, sondern solche mit einem hohen GLYX (Traubenzucker GLYX 100) sollten gemieden werden, solche mit einem niedrigen GLYX (Vollkornbrot GLYX 55) sollten bevorzugt werden.

Zwischenzeitlich wurde dieses System der wenigen Kohlenhydrate auch wissenschaftlich ergründet und verfeinert, da man erkannte, dass Insulin als Steuerungshormon eine wichtige Rolle spielt. Es regelt nicht nur den Zuckerstoffwechsel, sondern ist auch für die Fetteinlagerung oder –abgabe verantwortlich. Starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel, gesteuert durch Insulin, sind auch verantwortlich für (Heiß-) Hungeranfälle.

Auf diesem Wissen gründet sich ein Baustein von „Leichter leben“- der Austausch von Kohlenhydraten die starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel verursachen gegen solche, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen und Heißhunger vermeiden. Ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate ist nicht erwünscht.

Low fat:

Da Fett unserem Körper die größte Menge an Kalorien liefert, ist unumstritten, dass derjenige der weniger Fett isst auch weniger Kalorien zu sich nimmt. Allerdings ist eine generelle Fettreduktion der falsche Weg zur Gewichtsreduktion. Unser Körper braucht bestimmte Fettsäuren um reibungslos zu funktionieren. Es gilt also die Versorgung des Körpers mit „guten“ Fetten, d.h. einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sicher zu stellen und die „ungesunden“ Fette zu reduzieren.

Fettreduktion ist ein weiterer Baustein der intelligenten Ernährungsumstellung nach „Leichter leben“, allerdings dürfen andere Bestandteile einer gesunden Mischkost nicht vernachlässigt werden.